Reroll Am Turnende

rakno 10.08.2008 18:25 Uhr
Was wir immer noch nicht geklärt haben, was passiert, wenn die Uhr mitten in einer Aktion runterläuft. Im LRB heisst es:

A coach that suffers a turnover is not allowed to take any further actions that turn, and any action being taken ends immediately even if it was only partially completed. Make armour and injury rolls for players that were knocked down, and if the ball was dropped then roll to see where it bounces too normally.

Aber wie ist es in folgendem Beispiel: ein Spieler macht einen Dodge, der misslingt. In dem Moment läuft die Uhr aus, was ja ein Turnover-Grund ist. Darf ich für diesen Spieler nun noch den Dodge-Skill einsetzen und rerollen? Darf ich sogar noch einen Team-Reroll nutzen?

Ich bin für Ja. Der Zug endet zwar und ich darf nicht mehr weiterziehen. Aber auf dieses Feld habe ich gezogen und somit darf ich auch noch das Würfeln dafür abschließen. Sonst müsste man sich noch streiten, was wäre, wenn der Würfel noch am Rollen ist, wenn die Uhr piept. Das Gleiche gilt meiner Meinung auch für anderes Aktionen wie Pass u.ä., während z.B. der zweite Block beim Frenzy nicht dazugehört, da dies ein neuer Block ist.

Was meint ihr?

Tim 11.08.2008 9:10 Uhr
...any action being taken ends immediately even if was only partially completed.

Für mich steht hier schon recht klar die Antwort auf deine Frage. Jede Aktion endet, auch wenn Sie erst teilweise vollzogen ist. Streng nach Regeln darf nicht mal mehr die Bewegung zuende geführt werden, sondern endet schlagartig dort, wo der Spieler bei Ende der Zeit ist. Ein Reroll ist sicherlich Teil der ursprünglichen Aktion. Aber genau diese Art von Fall ist mit even if it is only partially completed gemeint. Also (meine Meinung): Laut Regeln darfst Du nicht. Aber wenn wir der Meinung sind, dass das doof und spitzfindig ist können wir da ja eine Hausregel entwickeln


rakno 16.08.2008 00:09 Uhr
Jein ja doch, sag ich immer. Ach nein, das sagte ein Kollege immer. Also, der Zug ist mitten in der Aktion zu Ende und die Bewegung darf nicht weitergeführt werden. Das ist schon klar. Aber! Ich habe den Spieler ja bereits ein Feld weitergezogen. Wenn in diesem Moment der Wecker piepst, bevor ich meinen ersten Dodge-Wurf gemacht habe, muss ich ihn ja trotzdem würfeln. Warum dann nicht auch den zweiten.

Das ist das, worüber ich diskutiere: den Zug auf das neue Feld habe ich ja noch vor Ablauf der Zeit gemacht. Und meiner Meinung gehören die Würfe noch zu diesem letzten Feldwechsel. Und da darf ich dann noch die Möglichkeiten beim Würfeln ausnutzen, inklusive Skill- und / oder Teamreroll.

Ich bin nicht der Meinung, man dürfe, weil man den Pass schon angesagt hat, noch über's halbe Feld laufen, zwischendrin den Ball aufnehmen, dreimal dodgen und dann den Pass werden. Nein, die Spieler-Aktion endet sofort, aber die innerhalb der Spieler-Aktion gerade im Gange befindliche Teil-Aktion, die darf ich meiner Meinung nach noch zu Ende führen. Klar geworden, was ich meine?


Knolli 16.08.2008 11:06 Uhr
Also, ich wäre für folgende Klarstellung: Beim Piepen Finger weg von der Figur! Soweit, wie sie sich bis dahin bewegt hat, ist gut, aber weiterbewegen geht nicht. Zum würfeln: Spieler wird aus einer Tacklezone bewegt, in dem Moment piepst es: Der dodge wird gewürfelt, auch der Spielerskill darf noch angewendet werden. Eine ggf. erforderliche Ballaufnahme bzw. ein Catch MUSS gar ausgeführt werden, das ist eine Mußregel!!! Ich fände es auch okay, wenn noch ein Teamreroll verwendet werden darf. Nur halt, die Figur darf nicht weiterbewegt werden.
Beispiel Pass: Ist schon der Wurf für die Interception gewürfelt, so ist der Ball schon unterwegs. Also auch nach dem Pieps darf noch der Passwurf, der Reroll des Passes, der Catch und der Reroll des Catches gewürfelt werden.
Für Würfelbechernutzer: Gewürfelt ist, sobald der Becher "auf dem Boden aufschlägt", nicht erst, wenn er erhoben wurde. Sonst hätten wir armen Becherverwender einen Nachteil.


rakno 17.08.2008 00:51 Uhr
Was denn? Wir sind genau einer Meinung? Das ist ganz genau das, was ich vorschlagen wollte. Nur vieeel schöner ausgedrückt. ;-)


Tim 17.08.2008 10:19 Uhr
Ich hatte Ralph zwar von Anfang an richtig verstanden, ich mach aber noch mal deutlicher, was ich sagen wollte und gehe den Regeltext in Übersetzung Schritt für Schritt durch: "Ein Coach, der ein Turnover erleidet darf in demselben Zug keine weiteren Aktionen durchführen..." - ich glaube, das ist allen klar, wurde immer so gemacht und ist eindeutig.

"... und jede Aktion endet augenblicklich, selbst wenn Sie erst teilweise vollendet wurde." Es wird nicht mehr gewürfelt in diesem Turn. In Ralphs Beispiel ist der Dodgereroll ein Teil einer Aktion. Und diese Aktion wird augenblicklich beendet, auch wenn Sie erst teilweise durchgeführt wurde. Regeltechnisch also weder Dodgereroll noch Teamreroll. Gleiches beim Beispiel von Knolli. Regeltechnisch darf weder Pass noch Passreroll nach Ende der Zeit gewürfelt werden, selbst wenn schon für Interception gewürfelt wurde. Der Interceptionwurf ist Teil 1 der Aktion Pass, wenn dann die Zeit aus ist findet Teil zwei (Pass) der angebrochenen Aktion nicht mehr statt. So ist das zwar verflucht rollenspieltechnisch unlogisch wenn der Pass nicht geworfen wird, aber so steht es hier, es wird keine Ausnahme bezüglich des Passens genannt.

" (verkürzt) Rüstungswurfe, Injuries und Bounces werden noch gewürfelt." Auch klar, hier werden nun die Ausnahmen genannt, die Würfe, die man noch machen darf/muss. Diese Zeilen sind eigentlich überflüssig, denn das sind ja "muss"-Würfe, bzw. Würfe, die ich auch außerhalb meines eigenen Turns machen darf/muss. Dazu zählt dann auch der Catch oder eine Ballaufnahme, auch wenn das hier dooferweise nicht gesagt wird. Das ist wieder, wie Knolli zurecht sagt "muss".

Nochmal klar gesagt und zusammengefasst: Mein Turn endet regeltechnisch sofort bei Ablauf der Zeit. Dinge, die ich nur in meinem Turn (Pass, Dodge, Reroll) machen darf, sind mir untersagt. Dinge, die ich außeralb meines Turns tun darf (Catch, Ballaufnahme, Rüstungswurf)sind mir erlaubt. Ich glaube, so aufgelistet wird es dann auch etwas eindeutiger und einleuchtender.

Noch zu Ralphs Beispiel mit dem Dodge, wo er den ersten Schritt schon gemacht hat: Hier machen wir regeltechnisch schon seit Ewigkeiten einen Fehler: Ich muss erst für den Dodge würfeln, dann mache ich danach die Bewegung auf das Zielfeld. Wir haben es immer anders gemacht, weil man ja, liegend oder laufend so oder so auf dem Zielfeld ankommt. Regeltechnisch richtig ist aber: erst dodge würfeln, bei Erfolg weiterziehen, bei Mißerfolg ist mein Turn sofort vorbei - hinfallen und mir wehtun darf ich ja auch außerhalb meines Turns...

Soweit zu den Regeln. Für mich sind aber Regeln keine heiligen Kühe, sondern sollen Spaß machen und mir passen. Ich finde es voll ok, wenn wir unseren Dodgeablauf so beibehalten, wenn wir die Rerolls noch nutzen (- eigentlich ist eh nix logisches an Reroll, nur ein Regelmittel um die Fähigkeiten der Spieler darzustellen, aber das gehört wohl nicht hier her -) und auch den Pass nach dem Interceptionwurf noch durchführen. Ist einfach logischer und stimmiger. Das ist dann eine Hausregel, die ich gut finde. Auch wenn damit passende und dodgende Teams gegenüber Blockenden vom Punkt der eigentlichen Regel aus bevorteilt werden ... ;)


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